1.1.1 Der Begriff “Streaming”

Dienstag, 19. Februar 2008, 23:36 Uhr

Was ist Streaming?

Im Internet kann prinzipiell jede Art digitaler Daten übertragen werden. Die so übertragenen Informationen unterliegen lediglich den Einschränkungen des Übertragungsmediums, also der Übertragungsbandbreite und -charakteristik des Internets. Kennzeichnend für die Übertragung von Audio/Video-Datenströmen sind enge zeitliche Toleranzen während der Übertragung, große Datenmengen und die daraus resultierend hohe benötigte Bandbreite.

Audio/Video-Daten werden in der Regel sequentiell, also beginnend vom Dateianfang bis zum Dateiende, abgespielt. Daher ist es sinnvoll mit dem Abspielen schon während der Übertragung zu beginnen und nicht erst auf das Dateiende zu warten wie es bei einem normalen Dateidownload der Fall ist.

[Internet-Rundfunk / Vistas]

Von Streaming spricht man also, wenn Audio/Video-Daten unter Echtzeit-Anforderungen, also mit einer garantierten und geringen Verzögerung, übertragen werden und der Inhalt schon während der Übertragung genutzt werden kann.

Im Bereich der Online-Medien wird das Streamen von Audio / Video im Allgemeinen als Internet-Äquivalent zu den bekannteren Broadcasting-Technologien wie Rundfunk oder Fernsehen gesehen. Also der Übertragung von Daten von einem zentralen Punkt aus zu allen Teilnehmern innerhalb eines Netzwerkes. Am Beispiel eines klassichen Radiosenders, verbreitet ein Funkmask (als zentraler Punkt gesehen) das Radiosignal an viele Teilnehmer über das Medium Luft. Bei dem Äquivalent eines Internet-Radios, ist es ein Streaming-Server der die digitalen Inhalte über das Medium Internet an die Teillnehmer verbreitet.

Um die Last eines Streaming Server bei einer grossen Anzahl von Clienten zu verringern, gibt es zwei wichtige Methoden die zu streamenden Daten zu verteilen. Einmal die Verteilung des Streams über einen Replication Server und die Verteilung über einen Relay Server.

Anfoderungen an das Übertragungsmedium

Heutzutage vereint das Übertragungsmedium Internet die Möglichkeit Video- und Audiodateien verteilen zu können. Um den kontinuierlichen Transport von Informationen in nahezu Echtzeit garantieren zu können, gibt es einige Anforderungen an den Übertragungskanal. Dieser sollte eine möglichst hohe und konstante Bandbreite mit geringer Verzögerungszeit aufweisen. Außerdem sollte die Häufigkeit und Charakteristik von evtl. Übertragungsfehlern bekannt sein.

Livestream mit Wowza Media Server & Adobe FME

Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:17 Uhr
Flash Media Encoder 2.5Wowza Media Server 1.2Ubuntu 8.04Windows XP

Livestream von der Webcam

Achtung: Der hier von mir beschriebene Weg dient nicht dazu seine Webcambilder einfach mal so schnell auf seiner Homepage zu veröffentlichen, es geht in diesem Artikel um einen Livestream von einer Webcam über einen Streamingserver. Wenn Ihr Eure Webcambilder online stellen wollt, ohne einen Streamingserver zu verwenden, dann könnte Euch dieser Artikel hier ein wenig weiter helfen.

Der Wowza Media Server bietet die Möglichkeit einen Stream über das RTMP abzufragen und diesen mit Flash darstellen (abzuspielen) zu lassen. Ebenfalls bietet der Wowza Media Server eine Möglichkeit (und ein Beispiel) um einen Live Video- und Audiostream zu senden. Ich möchte hier kurz erklären wie ich einen Webcam-Livestream (Bild und Ton) unter zu Hilfenahme des Adobe Flash Media Encoder und des Wowza Media Server in Flash darstellen kann.

Voraussetzung: Installierter Wowza Media Server

In den zahlreichen Beispielen des Wowza Media Server findet sich ebenfalls ein Beispiel Namens “On2FlixLivePlayer”, welches ich hier mit einem Live-Stream von meiner USB-Webcam (Audio & Video) über den Adobe Flash Media Encoder füttern möchte.

Ihr benötigt dafür natürlich den Adobe Flash Media Encoder den ihr bei adobe kostenlos herunterladen könnt.

Meine Konfiguration:
Mein Betriebssystem ist Windows XP, eine installierte USB-Webcam, der Wowza Media Server Pro 1.5.0, der Adobe Flash Media Encoder 2.5 und einen Firefox zum anschauen.

Zuerst den Adobe Flash Media Encoder installieren, nach der Installation und dem ersten Start des Encoders sollte idealerweise schon ein Bild im Encoder von eurer Webcam angezeigt werden und ein Pegelausschlag des Mikrofons zu sehen sein.

Jetzt nehmt Ihr folgende Einstellungen im Adobe Flash Media Encoder vor:

Videoquelle (Device) auswählen, hier solltet ihr den Namen eurer Webcam sehen
Dem Stream eine URL geben, an dieser Stelle wird dann der Stream rauskommen
Dem Stream einen Namen geben
den Connect-Button klicken
den Start-Button klicken

Meine Einstellungen des Adobe Flash Media Encoders (Klicken um zu vergrössern)

Nun fängt der Adobe Flash Media Encoder an euer Video und Audiosignal der Webcam (und/oder des Mikrofons) an den von euch eingegebenen Ort zu senden. Dadurch könnt Ihr jetzt den Stream mit dem Wowza Media Server von dieser Stelle abfragen und mit dessen Hilfe im Flash darstellen.

Um Euch den Stream anzuschauen zu können, müsst Ihr nach der Installation des Beispiels “On2FlixLivePlayer” vom Wowza Media Server, welches Ihr im Ordner “Examples” findet, die zuvor im Adobe Media Encoder gewählten Einstellungen als Quelle eingeben. Bei mir ist das also der Server “rtmp://localhost/streamtest” und als Stream der von mir gewählte Name “livestream”. Nach auf einem Klick auf den Button “Start” solltet Ihr den von euch eingespeisten Stream sehen können.

StreamTranscoder unter Ubuntu installieren

Freitag, 12. September 2008, 23:12 Uhr

StreamTranscoder

In diesem Artikel möchte ich Euch eine Beispiel-Installation des StreamTranscoders (in der Version 3) unter Ubuntu, und die damit verbundenen Probleme, aufführen.

Wozu ist der Streamtranscoder nütze?

Der Streamtranscoder kann einen vorhandenen Stream in verschiedene Formate und Bitraten transkodieren (wandeln). So könnt ihr leicht aus einem Stream mehrere Streams, mit zum Beispiel verschiedenen Bitraten, erzeugen.

Mein System

Mein Ubuntu liegt mir in der Version 8.04 vor und ist noch ganz grün hintern den Ohren, dass heisst das es gerade frisch von mir installiert wurde.

Ich arbeite Remote von meinem Windows XP Rechner aus, per SSH (also kein KDE, Gnome oder sonstetwas).

Download des StreamTranscoder

Die Quellen, um den StreamTranscoder in der Version 3 zu laden, habe ich hier gefunden - http://www.oddsock.org/tools/streamTranscoderV3/. Hier gibt es ebenfalls ein Forum welches Euch bei Problemen und Fragen kompetent weiterhelfen kann.

Tipp:
Ihr könnt die Quellen direkt über eine Shell (oder Bash, oder was auch immer) auf euren Ubunturechner holen:

wget http://www.oddsock.org/tools/streamTranscoderV3/streamtranscoderv3-3.1.11.tar.gz

StreamTranscoder entpacken

Jetzt müsst Ihr das heruntergeladene Material auspacken, dass funktioniert unter Ubuntu so:

tar xfvz streamtranscoderv3-3.1.11.tar.gz

Installation des StreamTranscoder

Normalerweise installiert man Anwendungen, die als Source vorliegen (was hier der Fall ist), da die Quellen vorher noch compilliert werden müssen, in dieser Reihenfolge:
./configure
make
make install

Dabei kommt es in manchen Fällen zu Fehlern, deren Ursache meistens fehlende Packete sind. Diese Pakete müssen dann noch nachinstalliert werden. Ich habe hier die Fehler und Meldungen, die mir bei meinem Installationversuch untergekommen sind, einmal kurz aufgeführt. Natürlich mit dem notwendigem Zusatz um sie beseitigen zu können.

Mir fehlten noch die notwendigen Bibliotheken für den C-Compiler.

checking for C compiler default output file name…
configure: error: C compiler cannot create executables
See `config.log’ for more details.

Lösung:
sudo apt-get install libc6-dev

Auch die nötige Unterstützung und Bibliotheken für die Container-Dateiformate Ogg und Vorbis fehlten noch auf meinem System.

configure: error: must have Ogg installed!

Lösung:
sudo apt-get install libogg-dev

configure: error: must have Vorbis installed!

Lösung:
sudo apt-get install libvorbis-dev

Ausserdem fehlte die notwendige Unterstützung für die mpeg Audio Decodierung.

configure: error:must have libmad installed!

Lösung:
sudo apt-get install libmad0-dev

Auch die notwendige Unterstützung zum MP3-Encodieren, durch LAME, musste ich nachinstallieren.

configure: WARNING: LAME not installed

Lösung:
sudo apt-get isntall libmp3lame-dev

Und zum Schluß fehlte noch der notwendige Codec “FLAC” und musste installiert werden.

configure: WARNING: libflac not installed

Lösung:
sudo apt-get install libflac-dev

Jetzt sollte das ./configure Skript fehlerfrei durchlaufen, als nächsten habe ich den Befehl“make” ausgeführt. Natürlich kann es auch hier, durch fehlende Pakete, zu Fehlern kommen.

exec: g++: not found

Lösung:
apt-get install g++

Jetzt noch den Befehl “make install” ausführen und schon ist der StreamTranscoder auf Eurem Ubuntu-System installiert. Zumidestens hoffe ich, dass bei Euch alles geklappt hat und ich Euch weiterhelfen konnte.

Welche Streaming-Formate gibt es?

Dienstag, 30. September 2008, 17:16 Uhr

Proprietäre und freie Formate

Für das Streamen von Audio & Video Daten gibt es verschiedenste Dateiformate, anfänglich waren diese Formate proprietär. Später kamen dann die freien Formate und Player nach.

Die meisten proprietären Player unterstützen nur jeweils die hauseigenen Streaming-Formate. Jedoch gibt es einige freie Player die mehrere Formate unterstützen und abspielen können.

Die meisten proprietären Formate kommen von den grossen Unternehmen die man auch kennen könnte. Apple, Microsoft und Real Networks sind die Väter der Streaming-Formate.

Hersteller Kürzel Name Daten Proprietär Frei
Apple QT, MOV Quicktime Audio & Video x
Microsoft WMA Windows Media Audio Audio x
Microsoft WMV Windows Media Video Audio & Video x
Microsoft ASF Advanced Streaming Format Audio & Video x
RealNetworks RA Real Audio Audio x
RealNetworks RV Real Video Video x
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