Was ist Geotagging?

Donnerstag, 15. März 2007, 23:04 Uhr

Die Idee

Unter Geotagging, oder auch Geokodierung versteht man die Anreicherung von Medien (jeglicher Art) mit Koordinaten, dadurch fügt man einer Information eine geografische Komponente hinzu, wodurch sie noch eindeutiger wird.

Die Praxis

Man nehme ein Foto, füge diesem Foto einen Längengrad, einen Breitengrad und eine Höhe als Information hinzu. Nun ist man in der Lage diesem Foto einen genauen Ort zuzuordnen, jeder kann nachvollziehen wann und wo dieses Bild entstanden ist.

Latitude: Breitengrad,
Longitude: Längengrad,
Altitude: Höhe

Der Nutzen

Wenn man genau das für alle Urlaubfotos macht, die man zum Beispiel auf einer Reise durch Afrika geschossen hat, dann kann der Betrachter genau nachvollziehen wo man sich wann aufgehalten hat. Er wird somit in die Lage versetzt virtuell mitzureisen.

Zukunft oder Gegenwart?

Geotagging ist die Gegenwart, momentan werden Fotos, Internetseiten und Blogs mit geografischen Daten angereichert.

Es ist möglich solche getaggten Fotos über Google Earth / Google Maps zu betrachten, man fliegt regelrecht von einem Foto zum anderen.

Durch die geografische Zusatzinformation in Internetseiten ist es möglich Blogs aus der Umgebung zu suchen und diese dann auf einer Landkarte darzustellen.

“Geo-Tags” für Webseiten

Sonntag, 18. März 2007, 20:22 Uhr

Auch Webseiten lassen sich mit geografischen Informationen anreichern. Dabei helfen hier die sogenannten Meta-Tags die im Header-Tag eines HTML-Dokumentes stehen können.

Die Meta-Tags

Der geo.region-Tag enthält das Länderkürzel und das Kürzel des Bundeslandes.

Beispiel:

<meta content="DE-SN" name="geo.region" />

DE - steht in diesem Beispiel für Deutschland
SN - steht in diesem Beispiel für Sachsen

Eine Liste für die Länderkürzel findet ihr hier.

Der geo.placement-Tag enthält den Städte- oder Ortsnamen.

Beispiel:
<meta content="Mittweida" name="geo.placename" /> In diesem Tag wird der Städte- oder Ortsname direkt angegeben.

Der geo.position-Tag enthält detailiertere Orstsinformationen. Hier werden Längen- und Breitengrad per Strich-Punkt-Komma getrennt.

Beispiel:

<meta content="50.99022;12.972411" name="geo.position" />

Der ICBM-Tag ist vom Inhalt wie der geo.position-Tag, er enthält ebenfalls Längen- und Breitengrad. Manche Dienste suchen explizit nach diesem Tag, nicht nach dem geo.position-Tag. Deswegen ist es von Vorteil auch ihn mit in die Gruppe der Geo-Tags aufzunehmen.

Beispiel:

<meta content="50.99022,12.972411" name="ICBM" />

Tools

Natürlich gibt es neben Google-Earth auch schon geeignete Tools die das Erzeugen der Geo-Tags stark vereinfachen sollen. Der Geo-Tag Generator hilft Dir bei der Erstellung der Geo-Meta-Tags für Deine Homepage.

Und weiter?

Nachdem Du Deine Webseite um die Ortsinformationen im Header angereichert hast, kannst du sie zum Beispiel unter geourl.org anmelden und nachschauen welche Webseiten sich in deiner Umgebung befinden.

Fotos “Geotaggen”?

Mittwoch, 18. April 2007, 16:03 Uhr

Wie bekommt man nun diese geografische Zusatzinformation in seine Fotos?

Die Professionelle Lösung

Die einfachste aber auch kostenintensivste Methode ist wohl eine Digitalkamera zu verwenden, die mit ein klein wenig Zubehör genau das für einen erledigt.

Die Ricoh 500SE steht derzeit wohl an der Spitze der GPS-fähigen Digitalkameras. Sie speichert die geografischen Daten mit Hilfe ihres abnehmbaren GPS-Teiles, oder anderen externen GPS-Geräten, direkt im geknippstem Bild ab.
Der zweite Weg wäre die Verwendung von einem “GeoTagger”, der in den Blitzschuh der Kamera geschoben wird.

Nach dem Fotografieren wird jedoch eine geeignete Software (zum Beispiel: RoboGeo) benötigt um die Fotos mit der JTR-Datei abzugleichen.

Semiprofessionelle Lösung

Mit Hilfe eines GPS-Gerätes & RoboGeo. Viele Enthusiasten versehen inzwischen ihre Fotos unter Zuhilfenahme eines GPS-Gerätes mit GeoTags. Das Prinzip ist relativ einfach. Während man fotografiert, führt man zusätzlich ein eingeschaltetes GPS-Gerät mit sich. Das GPS-Gerät speichert den zurückgelegten Weg in einem Tracklog. Dieser beinhaltet die zurückgelegten Wegpunkte in Form von Längen- und Breitengrad sowie Zeitangabe. Am Computer vergleicht man mithilfe von RoboGeo die Zeiteinträge in der GPX-Datei mit dem Zeitstempel im EXIF-Header jedes einzelnen Fotos. Je nachdem, wie hoch der Toleranzwert eingestellt wurde, werden nun den Bildern auf Basis der Zeit die entsprechenden GPS-Koordinaten zugewiesen.

Lösungen für Jederman

Eine Desktop-Lösung bietet Picasa & Google Earth. Picasa ist eine kostenlose Software von Google zum Suchen, Betrachten und Bearbeiten von Bildern. In der neuesten Version (2.5) gibt es jetzt auch die Möglichkeit Fotos mit GeoTags zu versehen. Damit dieses Feature genutzen werden kann, wird zusätzlich die aktuellste Version von Google Earth benötigt.

Fotos können auch online mit geografischen Daten getaggt werden. Flickr, locr - locate your photos oder Panoramio - Fotos aus aller Welt bieten die Möglichkeit für jederman Fotos hochzuladen und anschliessend zu geotaggen.

GPS-fähige Handys

Mittwoch, 25. April 2007, 17:26 Uhr

Mittlerweile gibt es die ersten GPS-fähigen Mobiltelefone auf dem Markt. Ich möchte hier ein paar Geräte dieser Kategorie vorstellen.

Nokia N95

Nokia stellt mit dem N95 einen wahren Multimedia-Computer vor. Dieses Mobiltelefon besitzt ein QVGA-Farbdisplay mit einer Displaydiagonale von 2,6 Zoll und 16,7 Millionen Farben.

Es bietet eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und bis zu 20-fachem Digitalzoom.

2,6” Display
mit 16,7 mio. Farben
5-Megapixel-Kamera

Motorola A780

Das A780 von Motorola verfügt über einen Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln bei 65.536 Farben (16bit). Ausserdem verfügt es über eine 1,3 Megapixel Kamera.

Dieses Smartphone ist 107 x 54 x 24 mm groß und hat ein Gewicht von 130 g. Es besitzt einen integrierten GPS-Empfänger, der zusammen mit der Software CoPilot von ALK Technologies das Navigieren per Sattelitenortung ermöglicht.

240 x 320px Display
mit 65.536 Farben
1,3-Megapixel-Kamera

Siemens SXG75

Das Siemens SXG75 mit integrierter GPS-Empfänger und Navi-Software von Siemens VDO Automotive. Es besitzt eine Au�enkamera mit 2 Megapixel und eine Innenkamera mit 352 x 288 Pixeln.

Es beinhaltet einen E-Mail-Client und beherrscht Instant Messaging.
Das Gerät kann mit einem 2,2 Zoll großem Display mit 240 x 320 Pixeln und 262.144 Farben auftrumpfen und ist 111 x 53 x 20 Millimeter groß und 153 Gramm schwer.

240 x 320px Display
mit 262.144 Farben
2,0-Megapixel-Kamera

Benefon Twig Discovery

Das Twig Discovery von dem finnischem Unternehmen Benefon besitzt einen 12-Kanal-GPS-Empfänger, der auf Kartenmaterial von Navteq zugreift. Es besitzt ein 176 x 220 Pixel grosses Display welches bis zu 262.144 Farben darstellen kann.

Die Maße des Gerätes messen bei einem Gewicht von 128 Gramm 116 x 51 x 24 mm. Auf eine integrierte Kamera hat der Hersteller verzichtet.

176 x 220 Display
mit 262.144 Farben
keine integrierte Kamera
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