Netzwerkstrategien beim Streaming
Mittwoch, 21. Juli 2010, 11:21 Uhr

Welche Strategien gibt es um Streams zu verteilen?

Die Digitalisierung und die Entstehung moderner Computernetzwerke bieten, im Gegensatz zu einer klassischen Rundfunkverteilung über Funkfrequenzen, individuelle und bidirektionale Kanäle an. Seitdem die Leistungsfähigkeit dieser Kanäle auch in den Privathaushalten ausreicht um digitale Video- und Audiosignale zu verarbeiten, werden sie zunehmend als Alternative zu der herkömmlichen Programmverteilung genutzt. Dabei bietet sich das Internet anhand seiner großen Teilnehmeranzahl als Massenmedium an.

Im Gegensatz zu der klassischen Verteilung von Informationen über den Rundfunk, bei dem die Informationen ungezielt an die Hörer verbreitet werden, wird bei der Audio- und Videoübertragung über das Internet genau dieser Ansatz nicht mehr verwendet.

Das Internet bedient sich drei grundsätzlichen Netzwerkstrategien um die zu übertragenen Daten zum Benutzer transferieren zu können. Diese Netzwerkstrategien heißen Broadcast (One-to-All), Multicast (One-to-Many) oder Unicast (One-to-One) Verfahren und werden in den folgenden Kapiteln erläutert.

Unicast Strategie
Mittwoch, 21. Juli 2010, 18:27 Uhr

Eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung

Die Unicast Strategie, oder auch Einzelverbindung genannt, entwickelte sich mit der Digitalisierung von Daten und dem Aufkommen von Computernetzwerken. Dieses Verbindungsverfahren verfügt bereits über bidirektionale Kanäle und wird auch als Punkt-zu-Punkt-Verbindung bezeichnet. Im Gegensatz zur klassischen Programmverteilung über eine Funkfrequenz, stehen bei dieser Art der Verbindung Rückantwortkanäle zur Verfügung.

Dieses Verbindungsverfahren hat jedoch einen entscheidenden Nachteil. Die Netzlast und die Serverlast steigen proportional mit der Anzahl der Benutzer, da mit steigender Anzahl der Benutzer auch mehr Punkt-zu-Punkt Verbindungen aufgebaut und somit auch wesentlich mehr Daten übertragen werden müssen. Die benötigte Bandbreite multipliziert sich also mit der Zahl der Benutzer.

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