Soundkarten unter Ubuntu

Freitag, 21. August 2009, 14:32 Uhr

Soundkarten unter Ubuntu

Ich habe in meinem Testsystem gleich 3 Soundkarten, eine On-Board Soundkarte und zwei PCI-Soundkarten. Da es bei der Installation und Inbetriebnahme von mehreren Geräten immer wieder Probleme geben kann, habe ich hier ein paar hoffentlich nützliche Tipps für euch.

Mehrere Wege um sich alle im System verfügbaren Soundkarten anzeigen lassen:

asoundconf list

cat /proc/asound/cards

lspci | grep -i audio

Lautstärke, Line-In oder Mikrofon der Soundkarten über die Konsole einstellen:

Soundkarte Nummer 1 (/dev/dsp)

alsamixer -c 0

Soundkarte Nummer 2 (/dev/dsp1)

alsamixer -c 1

Soundkarte Nummer 3 (/dev/dsp2)

alsamixer -c 2

Per Console eine mp3 Datei abspielen

mpg123 name.mp3

Icecast installieren und einrichten

Montag, 24. August 2009, 19:05 Uhr
Ubuntu 9.04Icecast 2.3.2

Icast unter Ubuntu installieren und einrichten

Erster Schritt, das Paket für den Icecast-Server aus dem Repositorium installieren.

sudo apt-get install icecast2

Die Konfigurationsdatei für den Icecast-Server liegt standardmäßig unter dem Pfad “/etc/icecast2/icecast.xml”. Ich empfehle allerdings einen eigenen Benutzer für das Thema Streaming auf dem Server einzurichten und alle benötigten Konfigurationsdateien (für den Icecast, für Encoder, für Transcoder) in dessen Homeverzeichnis abzulegen. Ich empfehle auch, dass der Icecast-Server unter diesem Benutzer läuft und von ihm gestartet wird.

Mein User heisst “streaming”. Sein Homeverzeichnis ist unter “/home/streaming” zu finden und ihn seinen Homeverzeichnis gibt es den Ordner “icecast” indem ich alle nötigen Dateien für den Icecast-Server abspeichere.

Jetzt muss die Icecast konfigurationsdatei nach “/home/streaming/icecast/icecast.xml” kopiert und die Gruppe und Besitzer eingestellt werden. Damit evtl. auftretende Fehler leichter erkannt werden können, benötigt der Icecast-Server einen Ort um seine Log-Dateien abspeichern kann. Mein Vorschlag, ein Verzeichnis “logfiles” im Icecast-Verzeichnis des Benutzers “streaming” mit den beiden Log-Dateien “access.log” und “error.log” mit dem Benutzer “streaming” anlegen.

Der Icecast-Server verfügt über ein eigenens Webinterface, um dieses für den User “streaming” anzupassen, müssen die Verzeichnisse “web” und “admin” aus dem Verzeichnis “/etc/icecast2″ in das Homeverzeichnis des Users “streaming” kopiert und die Rechte/Benutzer/Gruppen anpassen.

Um den Icecast-Server für den allerersten Start vorzubereiten, müssen wir ihm den Benutzer, unter dem er zukünftig gestartet werden und laufen soll, und natürlich die Konfigurationsdatei mitteilen. Hierfür gibt es unter dem Pfad “/etc/default” eine Datei mit dem Namen “icecast2″.

In dieser Konfigurations-Datei müssen die Werte der Paramter für den Pfad der Konfigurationsdatei, der User-ID und Gruppen-ID  angepasst werden. Anschließend muss der Wert des Paramters “ENABLE” auf true gesetzt werden.
CONFIGFILE=”/home/streaming/icecast/icecast.xml”
USERID=streaming
GROUPID=users
ENABLE=true

Ist dies geschehen, müssen in der eigentlichen Konfigurationsdatei des Icecast-Servers einige Einstellungen angepasst werden. Die Position der Log-Dateien und die Position der beiden Webinterfaceverzeichnisse “admin” und “root”.
<logdir>/home/streaming/icecast/logfiles</logdir>
<accesslog>access.log</accesslog>
<errorlog>error.log</errorlog>
<webroot>/home/streaming/icecast/web</webroot>
<adminroot>/home/steraming/icecast/admin</adminroot>

Nachdem diese Grundeinstellungen getroffen wurden, ist der Icecast-Server für seinen ersten Start bereit. Mit dem Kommandeo “/etc/init.d/icecast2 start” wird der Server gestartet. Um den erfolgreichen Start der Web-Interfaces zu testen, muss in einem Browser die URL “http://IP_DES_SERVERS:8000″ einegeben werden.

Line-In unter Ubuntu

Mittwoch, 26. August 2009, 20:37 Uhr

Line-In unter Ubuntu

Für das Bereitstellen von Live-Signalen ohne einen Hardware-Encoder, ist es notwendig ein vorhandenes analoges Signal (von einem CD-Player, MP3-Player oder Handy) in die Soundkarte des Rechners einzuspeißen und von einem Software-Encoder abgreifen zu lassen.

Bei diesem Workaround kann es schnell zu kleinen aber nervigen Fehlern kommen. Zum Beispiel kann es passieren das der Stream vom Icecast zum Client übertragen wird, aber dennoch kein Ton auf dem Client zu hören ist.

Ursachen: Der Encoder nimmt das Signal vom falschen Input der Soundkarte, nämlich vom Mikrofoneingang, der Regler für Line-In ist heruntergedreht oder es ist schlicht und einfach stumm geschalten.

Abhilfen: Die Lautstärkeeinstellungen für den Line-In prüfen, den CAPTURE vom Mikrofoneingang auf den Line-In legen.

Den “alsa-mixer” starten und die Lautstärkeeinstellungen für den Line-In und den Master überprüfen. Gegebenfalls mit den Cursortasten nach oben/unten regeln. Hinweis: Mit “m” kann man den ausgewählten Kanal muten (Stumm schalten). Leuchtet das Feld unterhalb des Kanals grün, ist der Kanal nicht stumm geschalten. In dem unterm Bild sind also alle Kanäle nicht gemutet.

Mit der Tabulatortaste ist es möglich die Ansicht des Alsa Mixers auf [Capture] zu wechseln. Hier ist nun ersichtlich von welchem Kanal gecaptured, also das Analoge Signal abgegriffen wird. In dem unteren Bild wird vom Mikrofon-Eingang abgegriffen.

Mit den Cursortasten kann man auf den gewünschten Kanal wechseln. Ein Druck auf die Leertaste legt den Kanal fest, von dem zukünftig das analoge Signal abgegriffen wird.

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