Fotos “Geotaggen”?

Mittwoch, 18. April 2007, 16:03 Uhr

Wie bekommt man nun diese geografische Zusatzinformation in seine Fotos?

Die Professionelle Lösung

Die einfachste aber auch kostenintensivste Methode ist wohl eine Digitalkamera zu verwenden, die mit ein klein wenig Zubehör genau das für einen erledigt.

Die Ricoh 500SE steht derzeit wohl an der Spitze der GPS-fähigen Digitalkameras. Sie speichert die geografischen Daten mit Hilfe ihres abnehmbaren GPS-Teiles, oder anderen externen GPS-Geräten, direkt im geknippstem Bild ab.
Der zweite Weg wäre die Verwendung von einem “GeoTagger”, der in den Blitzschuh der Kamera geschoben wird.

Nach dem Fotografieren wird jedoch eine geeignete Software (zum Beispiel: RoboGeo) benötigt um die Fotos mit der JTR-Datei abzugleichen.

Semiprofessionelle Lösung

Mit Hilfe eines GPS-Gerätes & RoboGeo. Viele Enthusiasten versehen inzwischen ihre Fotos unter Zuhilfenahme eines GPS-Gerätes mit GeoTags. Das Prinzip ist relativ einfach. Während man fotografiert, führt man zusätzlich ein eingeschaltetes GPS-Gerät mit sich. Das GPS-Gerät speichert den zurückgelegten Weg in einem Tracklog. Dieser beinhaltet die zurückgelegten Wegpunkte in Form von Längen- und Breitengrad sowie Zeitangabe. Am Computer vergleicht man mithilfe von RoboGeo die Zeiteinträge in der GPX-Datei mit dem Zeitstempel im EXIF-Header jedes einzelnen Fotos. Je nachdem, wie hoch der Toleranzwert eingestellt wurde, werden nun den Bildern auf Basis der Zeit die entsprechenden GPS-Koordinaten zugewiesen.

Lösungen für Jederman

Eine Desktop-Lösung bietet Picasa & Google Earth. Picasa ist eine kostenlose Software von Google zum Suchen, Betrachten und Bearbeiten von Bildern. In der neuesten Version (2.5) gibt es jetzt auch die Möglichkeit Fotos mit GeoTags zu versehen. Damit dieses Feature genutzen werden kann, wird zusätzlich die aktuellste Version von Google Earth benötigt.

Fotos können auch online mit geografischen Daten getaggt werden. Flickr, locr - locate your photos oder Panoramio - Fotos aus aller Welt bieten die Möglichkeit für jederman Fotos hochzuladen und anschliessend zu geotaggen.

GPS-fähige Handys

Mittwoch, 25. April 2007, 17:26 Uhr

Mittlerweile gibt es die ersten GPS-fähigen Mobiltelefone auf dem Markt. Ich möchte hier ein paar Geräte dieser Kategorie vorstellen.

Nokia N95

Nokia stellt mit dem N95 einen wahren Multimedia-Computer vor. Dieses Mobiltelefon besitzt ein QVGA-Farbdisplay mit einer Displaydiagonale von 2,6 Zoll und 16,7 Millionen Farben.

Es bietet eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und bis zu 20-fachem Digitalzoom.

2,6” Display
mit 16,7 mio. Farben
5-Megapixel-Kamera

Motorola A780

Das A780 von Motorola verfügt über einen Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln bei 65.536 Farben (16bit). Ausserdem verfügt es über eine 1,3 Megapixel Kamera.

Dieses Smartphone ist 107 x 54 x 24 mm groß und hat ein Gewicht von 130 g. Es besitzt einen integrierten GPS-Empfänger, der zusammen mit der Software CoPilot von ALK Technologies das Navigieren per Sattelitenortung ermöglicht.

240 x 320px Display
mit 65.536 Farben
1,3-Megapixel-Kamera

Siemens SXG75

Das Siemens SXG75 mit integrierter GPS-Empfänger und Navi-Software von Siemens VDO Automotive. Es besitzt eine Au�enkamera mit 2 Megapixel und eine Innenkamera mit 352 x 288 Pixeln.

Es beinhaltet einen E-Mail-Client und beherrscht Instant Messaging.
Das Gerät kann mit einem 2,2 Zoll großem Display mit 240 x 320 Pixeln und 262.144 Farben auftrumpfen und ist 111 x 53 x 20 Millimeter groß und 153 Gramm schwer.

240 x 320px Display
mit 262.144 Farben
2,0-Megapixel-Kamera

Benefon Twig Discovery

Das Twig Discovery von dem finnischem Unternehmen Benefon besitzt einen 12-Kanal-GPS-Empfänger, der auf Kartenmaterial von Navteq zugreift. Es besitzt ein 176 x 220 Pixel grosses Display welches bis zu 262.144 Farben darstellen kann.

Die Maße des Gerätes messen bei einem Gewicht von 128 Gramm 116 x 51 x 24 mm. Auf eine integrierte Kamera hat der Hersteller verzichtet.

176 x 220 Display
mit 262.144 Farben
keine integrierte Kamera

Was ist GPS?

Mittwoch, 25. April 2007, 17:28 Uhr

Global Positioning System (GPS)

GPS ist ein weltumspannendes Satellitensystem zur Positionsbestimmung und Navigation von Flugzeugen, Schiffen oder Automobilen.

Per GPS-Empfänger, der permanent vier der insgesamt 25 Satelliten anpeilt, kann der Benutzer damit seinen aktuellen Standort binnen Sekunden auf mindestens 100 Meter genau ermitteln sowie Richtung, Geschwindigkeit, Höhe, Entfernung und Zeit zu einem ausgewählten Ziel bestimmen.

GPS basiert auf Satelliten, die ständig ihre sich ändernde Position und die genaue Uhrzeit ausstrahlen. Aus deren Signallaufzeit können GPS-Empfänger dann ihre eigene Position und Geschwindigkeit berechnen. Theoretisch reichen dazu die Signale von drei Satelliten aus, welche sich oberhalb ihres Abschaltwinkels befinden müssen, da daraus die genaue Position und Höhe bestimmt werden kann. In der Praxis haben aber GPS-Empfänger keine Uhr, die genau genug ist, um die Laufzeiten korrekt berechnen zu können. Deshalb wird das Signal eines vierten Satelliten benötigt.

Der Empfang der Satelitensignale ist allerdings nur an der Erdoberfläche möglich, da die Signale nicht durch das Erd- oder Wasserreich dringen können.

Anfänglich wurde die Genauigkeit für Benutzer, die nicht über einen Schlüssel verfügten, künstlich mit einem Fehler von größer als 100m verschlechtert. Am 1. Mai 2000 wurde diese künstliche Ungenauigkeit bei allen Satelliten abgeschaltet, sodass das System seitdem auch außerhalb des bisherigen exklusiven Anwendungsbereichs zur präzisen Positionsbestimmung genutzt werden kann. Dies führte unter anderem zum Aufschwung der Navigationssysteme in Fahrzeugen und im Außenbereich, da der Messfehler nun in mindestens 90 % der Messungen geringer als 10 m ist.

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